Anwendung des Cyber Resilience Act auf Computerspiele und Mobile Games
Der Cyber Resilience Act (CRA) wird die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Games-Branche grundlegend verändern. In einem Beitrag in der Fachzeitschrift MMR (Zeitschrift für das Recht der Digitalisierung, Datenwirtschaft und IT) untersucht Stefan Hessel, in welchem Umfang Computerspiele und Mobile Games in den Anwendungsbereich des CRA fallen und welche praktischen Auswirkungen sich hieraus für Hersteller, Importeure und Händler ergeben.
Der Beitrag zeigt, dass Games regelmäßig als „Produkte mit digitalen Elementen“ im Sinne des CRA einzuordnen sind. Behandelt werden insbesondere die Abgrenzung zu Software-as-a-Service-Angeboten, die Anforderungen an Risikobewertungen, Schwachstellenmanagement und Sicherheitsupdates sowie die regulatorischen Herausforderungen komplexer Softwarelieferketten und Open-Source-Komponenten. Zudem beleuchtet der Aufsatz die Schnittstellen zwischen CRA und Digital Services Act (DSA), etwa bei Anti-Cheat-Systemen und dem Schutz Minderjähriger.
Der Beitrag kommt zu dem Ergebnis, dass der CRA für die Games-Branche weitreichende organisatorische, technische und rechtliche Pflichten begründet und Cybersicherheit künftig als integrale Produkteigenschaft entlang des gesamten Produktlebenszyklus verstanden werden muss.
Fundstelle: Hessel, Cybersicherheitsrecht für Games, MMR 2026, S. 651 ff.
Der Beitrag ist über die Datenbank Beck-Online im kostenpflichtigen Volltext verfügbar.
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