Handlungsempfehlungen zur Transformation von Märkten, Produkten, Prozessen und Strukturen

“Die aktuelle Transformation wirft nicht nur tatsächliche Fragen hinsichtlich ihrer Ausführbarkeit auf – auch in rechtlicher Hinsicht stellen sich viele Herausforderungen und Fragen, die noch nicht alle mit Sicherheit beantwortet werden können; was genau müssen Unternehmen tun, um die gesteigerten Compliance-Anforderungen der CSDDD oder der BattVO rechtssicher umzusetzen? Wie entwickelt sich die Haftung im Straßenverkehr mit Blick auf immer autonomer funktionierende Kraftfahrzeuge? Wie wird sich die Versicherungsbranche weiter des digitalen Fortschritts bedienen und so auch möglicherweise rechtliche Rahmenbedingungen umgestalten bzw. eine Umgestaltung anstoßen? All dies wird in den nächsten Jahren einen wichtigen Teil des juristischen Diskurses darstellen und die Industrie vor Herausforderungen stellen, die es zu meistern gilt.
Was absehbare regulatorische Anforderungen angeht, sind Unternehmen gut beraten, sich entweder starkes Know-how hierzu ins Haus zu holen oder aber sich (zusätzlich) in einigen Punkten externer Hilfe zu bedienen, etwa in Form von Schulungen von Mitarbeitenden. Dies verlangt nicht nur eine ganz erhebliche Anpassungsfähigkeit, sondern in vielen Fällen zunächst auch recht umfangreiche Investitionen; letztere lohnen aber langfristig gesehen, denn das latente Risiko von Verstößen gegen Compliance-Anforderungen, die mitunter bald auch zu zivilrechtlichen Haftungsfolgen oder (schon stets) etwa Rückruf-Aktionen führen können, wird wirtschaftlich betrachtet nach wie vor die schlechtere Wahl bleiben.”
Daniel Wuhrmann und Andreas Ecker in: Thomas Korne, Klaus-Jürgen Schmidt (Hrsg.): „Chancen und Risiken in der Automobilindustrie – Handlungsempfehlungen zur Transformation von Märkten, Produkten, Prozessen und Strukturen“, Springer Gabler
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